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Mittwoch, 23. März 2016

.... und steigt ab im Legendha Sukhothai


Nomen est Omen: Sukhothai สุโขทัย, das Wort kommt aus dem
Sanskrit und bedeutet "großes Wohlbehagen".   

Wir haben uns dort in der Tat sehr wohlgefühlt. Doch der Reihe nach:
Die heutige Stadt Sukhothai, früher Hauptstadt des gleichnamigen Königsreichs vom 13. bis zum 15. Jahrhundert,  liegt etwa  auf halber Strecke der Reiseroute Bangkok-Chiang Mai. Die meisten Urlauber fliegen und wissen garnicht, was sie dabei versäumen. Wir sind mit dem Tourbus von Kanchanaburi  gereist und hatten Sukhothai als Stopover zur Erholung gewählt, denn das Fahren auf den zugegebenermaßen sehr gut ausgebauten Straßen vom Süden in den Norden zieht sich.....


Das Hotel Legendha เลเจนด้า Sukhothai,  die Bezeichnung ist ein Kunstwort, das sich nicht wirklich übersetzen läßt,  ist ein Haus der gehobenen Mittelklasse direkt am Historical Park mit den über 200 Ruinen. Es liegt etwas außerhalb der heutigen Stadt Sukhothai, darum aber um so ruhiger. Alle Zimmer  im Bungalow-Stil befinden sich ebenerdig und  sind um den großen Pool herum gruppiert.  Das ganze Haus und die Außenanlagen sind sehr gepflegt und geschmackvoll im Thai-Stil dekoriert, abends wird die Anlage dezent beleuchtet.

Nach mehrstündiger Fahrt von Kanchaburi über Pitsanuloke, das Thermometer zeigte daselbst 42°C im Schatten an, war der Pool die größte Attraktion im Hotel, wenngleich das Wasser gefühlte Badewannentemperatur hatte. Handtücher wurden kostenlos bereitgestellt, so daß wir den Tag auf 
sehr angenehme Weise ausklingen lassen konnten

. 


Ein wenig enttäuschend war das angebotene Dinner mit Tanzvorführung.  Für jemanden, der noch nie thailändisch gegessen hat, war es sicherlich ein Erlebnis, ich fand es eher einem Touristengeschmack ( was immer man darunter versteht ) zu sehr angepaßt. Ich ließ darum das Buffet weitgehend unbeachtet und schwätzte ein wenig mit der  Nudelsuppenfrau, ihre "Khao Soi", eine nördliche Nudelspezialität,  war köstlich und verführte zu mehr als einem Teller, worüber sie sehr erfreut war.    Die beste "Khao Soi" gibt es natürlich nur in Chiang Mai in dem kleinen Laden an der Ecke Huew Kaeo-Super Highway, aber die zweitbeste immerhin hier.

 



Begleitet wurde das Dinner von Tanzvorführungen, die aber leider nur etwa 20 Minuten dauerten, sehr wenig für den reichen Schatz an traditionellen Darbietungen, die die thailändische Kultur bietet.

 Insgesamt kann man sagen, daß  das Hotel selbst  wohl eine volle Punktzahl verdienent,  das angebotene Dinner aber nicht unbedingt das Geld wert ist.  Sicher kann man  á la carte besser essen, wobei das zugegebenermaßen für den Durchschnittstouristen  von der Auswahl her schwierig sein dürfte.  Wir, das heißt unsere Gruppe von 10 Personen, hatten zum Glück auch nur hier in diesem Hotel solch eine Veranstaltung gebucht. Auf unserer Rundreise durch Thailand haben wir  überall  nur die Übernachtung mit Frühstück gewählt und sind zum Abendessen dann auf  einen der lokalen Märkte gefahren. Es ist immer ein Kompromiß in Thailand: wählt man ein Hotel in der City, ist es vermutlich laut und voll, dafür sind gute und preiswerte Restaurants fußläufig zu erreichen.  Wählt man wie wir ein Haus etwas außerhalb, bekommt man meistens ein sehr schönes Ambiente und einen großen Pool, ist dafür aber auf das dort angebotene Essensangebot  beschränkt.  Nicht, das es schlecht wäre, nein, aber doch oft sehr touristisch angepaßt.
Westlich angepaßt sein darf das Frühstück, hier kann ich nur Lobendes erwähnen.  Ausgezeichneter Kaffee  und alles, was der Westler gern zum Frühstück hat, aber auch original thailändisches Frühstück für alle, die sich schon ganz angepaßt haben. 

Morgenstimmung im Park von Sukhothai
 Frühaufsteher  genießen vorher die ersten Sonnenstrahlen gleich hinterm Hotel  in den Ruinen, bevor sie sich auf das Buffet stürzen.

Nach dem üppigen Einstieg in den Tag haben wir dann per Fahrrad den Ruinenpark erkundet, eine geruhsame und angenehme Besichtigung, die etwa zwei Stunden dauert. Man kann zwar Fahrräder im Hotel vorab reservieren, das ist aber überhaupt nicht nötig, denn nur wenige hundert Meter vor dem Hotel bieten unzählige Vermiet-Shops ihre Dienste an.

Was kann ich den Reisenden empfehlen, die auch nach Sukhothai fahren wollen ?  Das Hotel auf jeden Fall,  die Dinners-Show weniger,  aber bleiben Sie zwei Tage statt einem. Lassen Sie es ganz geruhsam angehen, die Ruinen stehen schon über 500 Jahre und  es kommt auf einen Tag mehr wirklich nicht an.  
Unsere Tour geht morgen weiter  nach Tak und wir machen Station im Lampang River Lodge.Die Fahrer und unser Tourguide Allan von Sri Siam Holiday sind schon auf der Heimfahrt,  jetzt übernimmt Siam Sun Tours aus Chiang Mai den weiteren Teil der Reise.





Samstag, 19. März 2016

.....macht als erstes eine Klongfahrt und übernachtet im Lamphu Tree Hotel.

7 Uhr in der Früh, nach 11 Stunden Flug endlich in Bangkok. Die Abfertigung an der Immigration geht flott, nach einer halben Stunde sind wir durch, und das Gepäck ist auch vollzählig da.  Draußen ist es noch einigermaßen kühl, und da wartet auch schon eine nette Dame von unserem Reisebüro Sri Siam Holiday.  Draußen stehen unsere Busse, die uns die nächsten Tage zu unseren Destinationen bringen werden.

Ich liebe die kleineren Hotels, da wo man morgens vielleicht sogar mit Namen begrüßt wird.  Das Lamphu Tree sah online toll aus, die Thais bekommen eine 2+ für Fotoshop ( die 1 geht an die Inder, die machen aus einer Absteige ein Luxushotel ),  die Wirklichkeit war dann etwas wirklicher, aber trotzdem prima.

nein, das ist nicht das Hotel, aber vorn an der Ecke muß man aussteigen


Das Lamphu Tree Bangkok ist ein kleines, familiäres Hotel. Das Personal ist freundlich und hilfsbereit, das Ambiente angenehm. Es liegt an einem Klong ( Kanal )  sehr schön ruhig, Nachteil ist, daß man von der Strasse ein paar Meter sein Gepäck schleppen muß. Dafür wird man aber in einer hübschen, allseits offenen  Lobby empfangen. Die Lobby ist gleichzeitig Speiseraum, aber man kann auch draußen sitzen, zum Frühstück ist das besonders angenehm.
die schmale Gasse zum Hotel

Der Eingang zum Hotel

Wir waren als Gruppe dort und hatten ein Zimmer schon für den Vortag reserviert, so daß wir am Ankunftstag morgens um 9.00 Uhr gleich einen Raum zum Umziehen und Frischmachen hatten. Das Personal war sehr bemüht, und um 11.00  Uhr konnten wir dann sogar unsere gebuchten Zimmer beziehen.
Der Pool, diesmal ohne Weitwinkel aufgenommen.
Die Zimmer selbst sind völlig ausreichend,  hübsch eingerichtet und mit Klimaanlage.  Der Swimmingpool sieht auf den Bildern deutlich größer aus als in Wirklichkeit, ist aber nicht weiter schlimm.
Besonders zu loben ist das Frühstück.  Eine wirklich reichhaltige Auswahl und immer jemand da, der den Kaffee nachschenkt ( für mich sehr wichtig ).  Allein des Frühstücks wegen würde ich hier wieder buchen.

Der Chef sitzt einsam und allein in einem kleinen Abteil im Erdgeschoß und kümmert sich eigentlich nicht um die Gäste, nicht schlimm, dafür hat er auch genug Personal. Aber mal kann ihn aus der  Reserve locken: Einfach fragen, wo denn der Lamphu Tree ist!  Dann erklärt er persönlich, was das für ein Baum ist und wieso und warum. Sehr nett.
Lobby,  man kann drinnen oder draußen frühstücken. 



und als erstes die Bangkok Post lesen!

Das Lamphu Tree Hotel liegt, abgesehen von dem letzten Stückchen, das man Laufen muß, sehr günstig.   Die Khao  San Road ist genau 1 km entfernt, der Pra Athit Pier, wo die Expressboote abfahren,  etwa 3 km, und zum Wat Pra Kaeo ist es ebenfalls nicht sehr weit.
Für knapp  50 Euro pro Zimmer mit Frühstück ( mittlere Kategorie, für 2 Personen ) ist das Lamphu Tree eine gute Wahl, wenn man einen gewissen Komfort haben möchte und familiäre Atmosphäre.
An der Ecke Prachatipathai Road, wo  das Auto hält,  wenn man zum Hotel fahren will, gibt es eine kleine Bar mit Live-Musik, gerade recht für einen Absacker nach einem anstrengenden Tag in Bangkok.

Aber der liegt ja noch vor uns! Das beste Mittel gegen Jetlag ist aktiv bleiben, auf keinen Fall hinlegen. Ich habe darum die erste Tour gleich für den späten Vormittag gebucht, wir machen eine Klongfahrt. Auf dem Wasser ist er erfrischend kühl, man sieht viel und kann doch bequem dabei sitzen.




Für den Abend habe ich als Highlight eine Flußfahrt mit Dinner gebucht, weil das  so toll aussah  auf den Fotos. Es war ein Reinfall,  im nächsten Blog mehr davon.